Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden überwiegend auf den Stichtag 31. Dezember aufgestellt. Eine Erstellung von Zwischenabschlüssen für die Konzerngesellschaften mit abweichenden Stichtagen ist gemäß IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse“ nicht erforderlich, da deren Abschlussstichtage nicht mehr als drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag liegen. Die Auswirkungen bedeutender Geschäftsvorfälle zwischen den abweichenden Abschlussstichtagen und dem Konzernabschlussstichtag wurden berücksichtigt.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß den Vorschriften des IAS 27 vorgenommen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (einschließlich Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik ausübt. Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden entkonsolidiert zu dem Zeitpunkt, zu dem die Kontrolle endet.

Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung – bezogen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns – nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind zum Fair Value oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanzposition „Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen“ ausgewiesen.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Akquisitionsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenserwerbs identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Ein sich aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Fair Value der Vermögenswerte und Verpflichtungen ergebender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Gemäß IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern im Rahmen jährlicher Werthaltigkeitsprüfungen („Impairment-Test“) gegebenenfalls außerplanmäßig wertberichtigt. Geringfügige bzw. negative Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Jahr der Entstehung erfolgswirksam berücksichtigt.

Der Anteil Konzernfremder am Eigenkapital bzw. am Ergebnis der im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaften wird in der Position „Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital“ gesondert im Eigenkapital bzw. in der Position „Anteile anderer Gesellschafter“ in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen Finanz- und Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Schulden- und Erfolgskonsolidierung eliminiert.

Gesellschaften, auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen im Allgemeinen unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Ein maßgeblicher Einfluss wird vermutet, wenn eine Gesellschaft des Konzerns direkt oder indirekt mindestens 20 %, aber nicht mehr als 50 % der Stimmrechte hält. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden grundsätzlich – sofern notwendig – geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Der Anteil des Konzerns an den Gewinnen und Verlusten assoziierter Unternehmen wird nach IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ gesondert in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Gemeinschaftsunternehmen, also wenn zwei oder mehr Partnerunternehmen eine wirtschaftliche Tätigkeit unter gemeinschaftlicher Führung durchführen, werden in den Konzernabschluss nach der Quotenkonsolidierung einbezogen. Die Vorgehensweise im Wege der Quotenkonsolidierung entspricht weitgehend der Einbeziehung von Tochterunternehmen nach IAS 27. Im Unterschied dazu werden die Vermögenswerte und Verpflichtungen sowie die Aufwendungen und Erträge des Gemeinschaftsunternehmens nicht in voller Höhe, sondern nur quotal in die Konzernbilanz bzw. Konzern-GuV übernommen.