Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung von Versicherungsverträgen

Im März 2004 hat das IASB mit dem Standard IFRS 4 „Versicherungsverträge“ erstmals einen Standard für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröffentlicht und dabei das Projekt „Versicherungsverträge“ in zwei Phasen aufgeteilt. IFRS 4 repräsentiert das Ergebnis der Phase 1 und ist eine Übergangsregelung, bis das IASB die Bewertung von Versicherungsverträgen mit Abschluss Phase 2 neu vorgeschrieben hat. Mittlerweile wurde der Standardentwurf (ED/2010/8) „Bilanzierung von Versicherungsverträgen“ veröffentlicht; der finale Standard wird für das zweite Quartal 2011 erwartet.

Nach IFRS 4 (Phase 1) – welcher auch Anwendung bei Rückversicherungsverträgen findet – ist es erforderlich, dass alle von Versicherungsgesellschaften abgeschlossenen Verträge entweder als Versicherungsverträge oder als Investmentverträge klassifiziert werden. Ein Versicherungsvertrag liegt vor, wenn eine Partei (der Versicherer) ein signifikantes Versicherungsrisiko von einer anderen Partei (dem Versicherungsnehmer) übernimmt, indem sie vereinbaren, an den Versicherungsnehmer eine Entschädigung zu leisten, wenn ein spezifiziertes, ungewisses künftiges Ereignis den Versicherungsnehmer nachteilig betrifft. Für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen im Sinne des IFRS 4 ist es Versicherungsunternehmen gestattet, für den derzeit gültigen Projektstand (Phase 1) ihre zuvor angewendete Bilanzierungspraxis für Versicherungsverträge beizubehalten. Dem folgend werden die versicherungstechnischen Posten im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den US-GAAP bilanziert. Alle Verträge ohne versicherungstechnisches Risiko werden nach IFRS 4 als Investmentverträge behandelt. Soweit Investmentverträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung ausgestattet sind, werden sie ebenfalls nach den Regelungen der US-GAAP bilanziert. Investmentverträge ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden wie Finanzinstrumente nach IAS 39 behandelt.

Aktivseite

Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie versicherungsbezogenen immateriellen Vermögenswerten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen, linearen Abschreibungen und ggf. Wertminderungen aktiviert. Für sämtliche immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

   

Software (selbsterstellt oder erworben)

3–10 Jahre

Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte
(in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen)

bis ca. 2056

Geschäfts- oder Firmenwert
Der sich aus Unternehmenserwerben ergebende Geschäfts- oder Firmenwert ist die positive Differenz aus den Anschaffungskosten und dem anteilig beizulegenden Zeitwert identifizierter Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten (Zeitwert des neu bewerteten Nettovermögens). Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung sind gemäß IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ nach erneuter Prüfung sofort erfolgswirksam zu vereinnahmen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer und wird daher nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ i. V. m. IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten“ nach dem „Impairment-only Approach“ mindestens einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterworfen und je nach Ausgang der Prüfung gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Ein so ermittelter Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam erfasst.

Der Goodwill ist für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36.80 ff. „Wertminderung von Vermögenswerten“ zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) zugeordnet (siehe Angabe 1 „Geschäfts- oder Firmenwert“ dieses Anhangs). Zur Ermittlung eines möglichen Abschreibungsbedarfs (Impairment) wird der erzielbare Betrag als höherer Betrag aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten einer CGU ermittelt und mit den Konzernbuchwerten einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts dieser CGU verglichen. Übersteigen die Buchwerte inklusive Goodwill den erzielbaren Betrag, ist eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts zu erfassen. Die auf den Goodwill entfallende Abschreibung wegen Wertminderung wird als gesonderter Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung bilanziert.

Versicherungsbezogene immaterielle Vermögenswerte
Der Bestandswert erworbener Versicherungsbestände (PVFP) ist der Barwert der erwarteten künftigen Nettozahlungsströme aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs. Er setzt sich aus einem Aktionärs- und Steueranteil, auf den latente Steuern gebildet werden, und einem Versicherungsnehmeranteil zusammen. Die Versicherungsbestände werden entsprechend der Realisierung der Überschüsse, die der Berechnung zugrunde liegen, planmäßig abgeschrieben (amortisiert). Eine Überprüfung der Werthaltigkeit bzw. der verwendeten Bewertungsparameter erfolgt mindestens einmal jährlich; ggf. werden dann die Amortisationsverläufe angepasst oder es hat eine außerplanmäßige Abschreibung zu erfolgen. Nur die Amortisation des Aktionärsanteils belastet die künftigen Ergebnisse. Der PVFP zugunsten der Versicherungsnehmer wird von Lebensversicherungsgesellschaften, die ihre Versicherungsnehmer verpflichtend an allen Ergebnissen beteiligen, durch die Bildung einer latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung passiviert.

Software
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten zudem erworbene sowie selbsterstellte Software. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten und eigenentwickelte Software zu Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bilanziert. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden zum Stichtag auf ihre Werthaltigkeit überprüft und wenn erforderlich außerplanmäßig wertgemindert. Diese Abschreibungen und Wertminderungen werden auf die Funktionsbereiche verteilt; sofern eine Zuordnung auf die Funktionsbereiche nicht möglich ist, werden sie unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Zuschreibungen auf diese Vermögenswerte erfassen wir in den sonstigen Erträgen.

Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen
Bei Grundbesitz wird gemäß den folgenden Kriterien zwischen fremd- und eigengenutztem Grundbesitz unterschieden: Fremd- und eigengenutzter Grundbesitz für gemischt genutzte Objekte wird separat klassifiziert, wenn die jeweils fremd- und eigengenutzten Teile separat veräußerbar sind. Ist dies nicht der Fall, werden Objekte nur dann als fremdgenutzt klassifiziert, wenn weniger als 10 % von Konzernunternehmen genutzt werden.

Den fremdgenutzten Grundbesitz setzen wir mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, an. Er wird linear über die erwartete Nutzungsdauer, maximal über 50 Jahre, abgeschrieben. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der nach anerkannten Bewertungsmethoden ermittelte Verkehrswert (erzielbarer Betrag) den Bilanzwert unterschreitet. Für den Direktbestand wird grundsätzlich alle fünf Jahre ein qualifiziertes externes Gutachten pro Objekt erstellt, das auf dem Ertragswertverfahren (Ermittlung der diskontierten Zahlungsströme aus Mieten etc., die aus einem Objekt generiert werden können) beruht. Bei Vorliegen besonderer wertbeeinflussender Sachverhalte werden in kürzeren Zeitabständen Gutachten eingeholt. Zusätzlich werden an jedem Bilanzstichtag interne Gutachten pro Objekt, ebenfalls basierend auf dem Ertragswertverfahren, zur Wertüberprüfung erstellt. Bei Immobilien-Spezialfonds erfolgt alle zwölf Monate – Stichtag ist das Datum der Ersteinwertung – die Einholung eines externen Marktwertgutachtens. Bei nicht vermieteten Immobilien wird der Marktwert nach dem Ertragswertverfahren unter Berücksichtigung des prognostizierten Leerstands ermittelt.

Unterhaltungskosten und Reparaturen werden im Kapitalanlageergebnis erfasst; werterhöhende Aufwendungen werden aktiviert und können im Einzelfall die Nutzungsdauer verlängern.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen umfassen ausschließlich die nach der Equity-Methode auf der Basis des anteiligen Eigenkapitals, das auf den Konzern entfällt, bewerteten assoziierten Unternehmen. Der den Konzern betreffende Anteil am Jahresergebnis eines assoziierten Unternehmens ist im Kapitalanlageergebnis enthalten. Dabei werden Eigenkapital und Jahresergebnis dem letzten verfügbaren Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens entnommen. Hierbei werden außerordentliche Sondersachverhalte periodengerecht berücksichtigt, wenn sie für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des assoziierten Unternehmens wesentlich sind.

Finanzielle Vermögenswerte/Verpflichtungen einschließlich der derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ im Direktbestand bei Erwerb oder Veräußerung grundsätzlich zum Erfüllungstag angesetzt/ausgebucht. Finanzaktiva werden in die vier Kategorien „Darlehen und Forderungen“, „Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente“, „Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente“ und „Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente“ bei Zugang eingeteilt. Finanzpassiva sind entweder als „Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente“ oder zu fortgeführten Anschaffungskosten klassifiziert. In Abhängigkeit von der Kategorisierung werden gegebenenfalls die Transaktionskosten erfasst, die mit dem Erwerb in direkter Verbindung stehen. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente richtet sich nach der Kategorisierung s. o. und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value (beizulegender Zeitwert). Die fortgeführten Anschaffungskosten ermitteln sich aus den ursprünglichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungsbeträgen, der ergebniswirksamen Amortisierung von Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode und etwaigen außerplanmäßigen Abschreibungen. Beim Fair Value handelt es sich um den Betrag, zu dem ein finanzieller Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht oder eine finanzielle Verpflichtung beglichen werden könnte.

Täglich fällige Finanzinstrumente werden mit dem Nominalwert berücksichtigt. Zu diesen Instrumenten zählen u. a. der Kassenbestand sowie die Depotforderungen.

Unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden u. a. Anteile an Gesellschaften erfasst, die wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert werden. Ebenso bilanzieren wir assoziierte Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht at Equity bewertet werden, in diesem Bilanzposten. Der Ausweis erfolgt grundsätzlich zu Marktwerten am Bilanzstichtag, soweit es sich um Anteile handelt, die börsennotiert sind; andere Anteile werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Darlehen und Forderungen sind nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsströmen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind und nicht kurzfristig veräußert werden sollen. Dabei handelt es sich in erster Linie um festverzinsliche Wertpapiere in Form von Schuldscheindarlehen, Namensschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Die Werthaltigkeit der einzelnen Forderungen wird zum Bilanzstichtag überprüft. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn mit der vollumfänglichen Rückzahlung des Darlehens bzw. der Forderung nicht mehr gerechnet wird. Eine Wertaufholung erfolgt ergebniswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne außerplanmäßige Abschreibungen ergeben hätten.

Unter Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente werden Finanzinstrumente ausgewiesen, die bestimmte oder bestimmbare Zahlungsströme und einen Fälligkeitstermin aufweisen, jedoch keine Darlehen oder Forderungen sind. Der Konzern hat für die hier ausgewiesenen Wertpapiere die Absicht und die Fähigkeit, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten. Bei der Bewertung und der Überprüfung der Werthaltigkeit wird wie bei den „Darlehen und Forderungen“ vorgegangen.

Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente enthalten festverzinsliche oder nicht festverzinsliche Finanzinstrumente, für die der Konzern keine unmittelbare Verkaufsabsicht hat und die keiner anderen Kategorie zuzuordnen sind. Diese Wertpapiere werden mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Agien und Disagien werden effektivzinskonstant über die Laufzeit verteilt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von Zinsabgrenzungen, latenten Steuern und der Beiträge, die bei Lebensversicherern bei Realisierung den Versicherungsnehmern zustehen (Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung), über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital (Übrige Rücklagen) bilanziert.

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente umfassen den Handelsbestand sowie solche Finanzinstrumente, die im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert kategorisiert wurden. Die Handelsbestände (zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente) beinhalten alle festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapiere, die der Konzern erworben hat, um mit ihnen zu handeln und kurzfristig Gewinne zu erzielen. Des Weiteren werden hier alle derivativen Finanzinstrumente mit positiven Marktwerten einschließlich trennungspflichtiger eingebetteter Derivate hybrider Finanzinstrumente sowie Derivate im Zusammenhang mit Versicherungsverträgen ausgewiesen, die nicht die Anforderungen des IAS 39 an eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) erfüllen. Derivate mit negativen Marktwerten werden unter den übrigen Verbindlichkeiten dargestellt. Derivative Finanzinstrumente setzen wir wohldosiert ein, um Teilbestände gegen Zins- und Marktpreisrisiken abzusichern, Erträge zu optimieren oder Kauf- bzw. Verkaufsabsichten zu realisieren. Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente werden mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Die erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet klassifizierten Finanzinstrumente betreffen im Wesentlichen nicht besicherte, von Unternehmen begebene Schuldtitel. Ferner werden strukturierte Produkte unter Anwendung der Fair Value Option des IAS 39 ausgewiesen. Hierbei werden trennungspflichtige strukturierte Finanzinstrumente – deren Fair Value zuverlässig ermittelbar ist – erfasst, die bei einem Ausweis in den Kategorien „Darlehen und Forderungen“, „Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente“ oder „Jederzeit veräußerbare Finanzinstrumente“ entsprechend in ihre Bestandteile (Basisvertrag und ein oder mehrere eingebettete Derivate) zerlegt werden müssten. Der Konzern nutzt die Fair Value Option ausschließlich für ausgewählte Teilbestände der Kapitalanlagen.

Alle erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Wertpapiere sind mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Liegen als Marktwerte keine Börsenkurse vor, bestimmen sich die Wertansätze nach anerkannten Bewertungsmethoden. Alle unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dieser Bewertung erfassen wir, wie die realisierten Ergebnisse, im Kapitalanlageergebnis.

Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente gemäß Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 (Hedge Accounting) designiert werden, werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten in der Folgebewertung ist abhängig von der Art des abgesicherten Risikos. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherung des beizulegenden Zeitwerts bestimmter Vermögenswerte (Fair- Value-Hedge) und als Sicherung gegen bestimmte mit einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundene Risiken schwankender Zahlungsströme (Cashflow-Hedge); weitere Informationen in Angabe 12 „Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting“. Diese Sicherungsinstrumente werden unter den sonstigen Vermögenswerten oder übrigen Verbindlichkeiten bilanziert.

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte: Für Finanzinstrumente entspricht der Zeitwert grundsätzlich dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente am Bilanzstichtag veräußern bzw. begleichen würde. Die Ermittlung des Zeitwerts von Wertpapieren erfolgt somit grundsätzlich auf Basis aktueller, öffentlich verfügbarer, nicht adjustierter Marktpreise. Sofern Marktpreise an Märkten für finanzielle Finanzinstrumente quotiert werden, wird deren Geldkurs verwendet; finanzielle Verbindlichkeiten werden mit dem Briefkurs bewertet. Für Wertpapiere, für die kein aktueller Marktpreis zur Verfügung steht, wird ein Bewertungskurs mithilfe gängiger finanzmathematischer Modelle auf Basis aktueller und beobachtbarer Marktdaten ermittelt. Im Wesentlichen finden solche Methoden ihren Einsatz bei der Bewertung nicht notierter Papiere.

Der Konzern verwendet hierzu mehrere Bewertungsmodelle:

Finanzinstrument

Preismethode

Parameter

Preismodell

Festverzinsliche Wertpapiere

     

Nicht notierte Rentenpapiere („Plain Vanilla“)

Theoretischer Kurs

Zinsstrukturkurve

Barwertmethode

Nicht notierte strukturierte Rentenpapiere

Theoretischer Kurs

Zinsstrukturkurve, Volatilitätsflächen, Korrelationen

Hull-White, Black-Karasinski, Libor-Market-Modell u. a.

Nicht notierte Rentenfonds

Theoretischer Kurs

Geprüfte Nettovermögenswerte (NAV) 1)

NAV-Methode 1)

ABS/MBS ohne Marktquotierungen

Theoretischer Kurs

Vorauszahlungsgeschwindigkeit, eingetretene Verluste, Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verwertungsraten

Future-Cashflow-Verfahren, Liquidierungsverfahren

CDOs/CLOs, Genussscheine

Theoretischer Kurs

Risikoprämien, Ausfallraten,
Verwertungsraten, Tilgungen

Barwertmethode

Aktien

     

Nicht notierte Aktien

Theoretischer Kurs

Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, ggf. Buchwert

NAV-Methode 1)

Übrige Kapitalanlagen

     

Private Equity

Theoretischer Kurs

Anschaffungskosten, Zahlungsströme, EBIT-Multiples, Börsenwerte

NAV-Methode 1)

Derivative Finanzinstrumente

     

Zinsswaps („Plain Vanilla“)

Theoretischer Kurs

Zinsstrukturkurve

Barwertmethode

Devisentermingeschäfte

Theoretischer Kurs

Zinsstrukturkurven, Spot- und
Forward-Rates

Zinsparitätsmodell

OTC-Aktienoptionen,
OTC-Aktienindexoptionen

Theoretischer Kurs

Notierung Underlying, implizite Volatilitäten, Geldmarktzinssatz, Dividendenrendite

Black-Scholes

Zinstermingeschäfte (Vorkäufe)

Theoretischer Kurs

Zinsstrukturkurve

Barwertmethode

Inflationsswaps

Theoretischer Kurs

Inflationsswap-Raten (Consumer Price Index), historische Index-Fixings, Zinsstrukturkurve

Barwertmethode mit
Saisonalitätskorrektur

Derivate im Zusammenhang mit der Versicherungstechnik

Theoretischer Kurs

Marktwerte der Cat Bonds,
Zinsstrukturkurve

Barwertmethode


1) NAV: Net Asset Value (Nettovermögenswert)

Alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, haben wir einem Level der Bewertungshierarchie nach IFRS 7 zugeordnet. Für weiterführende Erläuterungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Angabe 11 „Bewertungshierarchie der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente“ in diesem Anhang.

Der auf Basis von Bewertungsmethoden zum Erwerbszeitpunkt festgestellte Wert kann allerdings von den tatsächlichen Anschaffungskosten abweichen. Die daraus resultierende Bewertungsdifferenz stellt ein theoretisches Ergebnis zum Erwerbszeitpunkt (day-one profit/loss) dar. Zum Bilanzstichtag ergab sich lediglich ein unwesentlicher Verlust.

Wertberichtigung (Impairment): Wir prüfen zu jedem Bilanzstichtag, ob bei unseren Finanzinstrumenten – mit Ausnahme der erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente (da Wertminderungen implizit im beizulegenden Zeitwert enthalten sind) – objektive, substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Bei allen diesen Finanzinstrumenten werden dauerhafte Wertminderungen aufwandswirksam in der Ergebnisrechnung erfasst. IAS 39.59 enthält eine Liste objektiver Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts. Ergänzend dazu sieht IAS 39.61 weitere Kriterien für Wertpapiere mit Eigenkapitalcharakter vor, wonach eine Wertminderung vorliegt, wenn der beizulegende Zeitwert signifikant oder nachhaltig unter die Anschaffungskosten abgesunken ist. Danach ist im Konzern bei Eigenkapitaltiteln ein Rückgang des Zeitwerts signifikant, wenn er um mehr als 20 % unter die Anschaffungskosten gesunken ist; ein Rückgang ist nachhaltig, wenn der Zeitwert für einen Zeitraum von mindestens neun Monaten die Anschaffungskosten unterschreitet. Die Beurteilung erfolgt dabei für auf fremde Währung lautende Titel in der funktionalen Währung des Unternehmens, welches das Eigenkapitalinstrument hält. Wir legen bei den festverzinslichen Wertpapieren grundsätzlich die gleichen Indikatoren zugrunde wie bei den Wertpapieren mit Eigenkapitalcharakter. Zusätzlich wird eine qualitative Einzelbetrachtung vorgenommen. Wir beziehen in erster Linie das Rating des Papiers, das Rating des Emittenten bzw. des Kreditnehmers sowie die individuelle Markteinschätzung in die Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, ein. Darüber hinaus prüfen wir bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Titeln, ob wesentliche Posten für sich betrachtet im Wert gemindert sind.

Wertberichtigungen erfolgen bei dauerhafter Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag; wenn vorhanden auf den öffentlich notierten Börsenkurs. Dabei setzen wir die Wertminderungen auf Kapitalanlagen grundsätzlich aktivisch von den betroffenen Positionen ohne Nutzung eines Wertberichtigungskontos ab. Wertaufholungen bei Schuldtiteln werden erfolgswirksam bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Im Falle von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten wird der darüber hinausgehende Betrag ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Wertaufholungen bei Eigenkapitaltiteln werden hingegen erfolgsneutral über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst.

Wertpapiere, die im Rahmen der Wertpapierleihe verliehen werden, sind weiterhin in der Bilanz angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus ihnen resultieren, weiterhin im Konzern verbleiben.

Übrige Kapitalanlagen werden in erster Linie mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Sofern diese Finanzinstrumente nicht an öffentlichen Märkten gelistet sind (z. B. Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften), werden sie mit dem letzten verfügbaren „Net Asset Value“ (Nettovermögen) als Approximation des Marktwerts bilanziert. In dieser Position enthaltene Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Depotforderungen und -verbindlichkeiten und Verträge ohne ausreichendes versicherungstechnisches Risiko
Depotforderungen sind Forderungen aus der Rückversicherung an unsere Kunden in Höhe der von diesen vertragsgemäß einbehaltenen Bardepots. Die Depotverbindlichkeiten (Ausweis unter Verbindlichkeiten) repräsentieren die von unseren Retrozessionären bei uns gestellten Bardepots. Beide Depotarten lösen keine Zahlungsströme aus und können nicht ohne Zustimmung des jeweils anderen verwertet werden. Depotforderungen/-verbindlichkeiten werden zu Anschaffungskosten (Nominalbetrag) bilanziert, Bonitätsrisiken werden entsprechend berücksichtigt.

Versicherungsverträge, die zwar dem nach IFRS 4 geforderten signifikanten Risikotransfer an den Rückversicherer genügen, jedoch den nach US-GAAP geforderten Risikotransfer nicht erfüllen, werden unter Anwendung der „Deposit Accounting“-Methode bilanziert und aus der versicherungstechnischen Rechnung eliminiert. Das aus diesen Verträgen erfolgswirksam vereinnahmte Entgelt für die Risikoübertragung wird im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der Ausweis der Bestandsgrößen erfolgt als Depotforderungen und -verbindlichkeiten, deren Marktwerte annähernd ihren Buchwerten entsprechen.

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
Diese Position beinhaltet Kapitalanlagen der Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Die Versicherungsleistungen aus diesen Versicherungsverträgen sind an die Anteilswerte von Investmentfonds oder an ein Portfolio von gesonderten Finanzinstrumenten gebunden. Die Anlagen werden getrennt von den übrigen Kapitalanlagen geführt und angelegt. Sie werden zum Marktwert bilanziert. Den nicht realisierten Gewinnen oder Verlusten stehen Veränderungen der versicherungstechnischen Rückstellungen gegenüber. Die Versicherungsnehmer haben Anspruch auf die erzielten Gewinne; sie tragen in gleicher Weise die anfallenden Verluste.

Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen der zugrunde liegenden Rückversicherungsverträge anhand eines vereinfachten Verfahrens ermittelt; wir verweisen auf die Erläuterungen zu den entsprechenden Passivpositionen; Bonitätsrisiken werden berücksichtigt.

Abgegrenzte Abschlusskosten
Abschlusskosten, die im engen Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss stehen und variabel zu dem akquirierten Neugeschäft sind, werden nach US-GAAP als abgegrenzte Abschlusskosten aktiviert (FASB ASC 944). Diese werden regelmäßig im Rahmen eines Angemessenheitstests auf ihre Werthaltigkeit hin untersucht. Darüber hinaus erfolgt eine laufende Überprüfung der Rechnungsgrundlagen; ggf. hat eine Anpassung zu erfolgen.

Für die Sachversicherungsgesellschaften und die Schaden-Rückversicherung werden Abschlusskosten in der Regel anteilig für den unverdienten Teil der Prämien abgegrenzt. Sie werden linear über die durchschnittliche Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei den Personenversicherern im Erstversicherungsbereich sowie in der Personen-Rückversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Verträge, der erwarteten Rückkäufe, der Stornoerwartungen und der erwarteten Zinserträge ermittelt. Die Höhe der Tilgung hängt dabei von den Bruttomargen der jeweiligen Verträge ab, die für das entsprechende Jahr der Vertragslaufzeit errechnet wurden. Die Tilgung erfolgt je nach Vertragstyp entweder proportional zu den Beitragseinnahmen oder proportional zu den erwarteten Ertragsmargen.

Bei als Universal-Life-Type-Verträge klassifizierten Personen-Rückversicherungsverträgen werden die aktivierten Abschlusskosten unter Berücksichtigung der Laufzeit der Versicherungsverträge auf der Basis der erwarteten Gewinnmargen aus den Rückversicherungsverträgen aufgelöst. Für diese Verträge wurde ein Diskontierungszins verwendet, der auf dem Zins für mittelfristige Staatsanleihen basiert. Für Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag beziehen sich diese Werte auf die erwartete Vertragslaufzeit oder Rentenzahlungszeit.

Aktive Steuerabgrenzung
Aktive latente Steuern werden nach IAS 12 „Ertragsteuern“ bilanziert, wenn Aktivposten in der Konzernbilanz niedriger oder Passivposten höher anzusetzen sind als in der Steuerbilanz der betreffenden Konzerngesellschaft und diese als temporäre Differenzen in der Zukunft zu Steuerminderbelastungen führen. Grundsätzlich können sich Bewertungsunterschiede zwischen den nach nationalen Vorschriften erstellten Steuerbilanzen und den nach konzerneinheitlich bewerteten IFRS-Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften ergeben. Ebenso werden aktive latente Steuern bei Vorliegen von „Tax Credits“ und auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Zur Beurteilung, ob latente Steueransprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen nutzbar, d. h. werthaltig sind, wird auf die Ergebnisplanungen der Gesellschaft und konkrete umsetzbare Steuerstrategien zurückgegriffen. Nicht werthaltige aktive Steuerlatenzen werden wertberichtigt.

Sofern sich die latenten Steuern auf Posten beziehen, die über das Sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst werden, sind auch die daraus resultierenden latenten Steuern erfolgsneutral gebildet.

Latente Steuern basieren auf den aktuellen landesspezifischen Steuersätzen. Falls sich die der Berechnung zugrunde liegenden Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderung verabschiedet wird. Buchungen auf Konzernebene berücksichtigen grundsätzlich den Konzernsteuersatz von 31,6 %, sofern sie nicht einzelnen Gesellschaften zuzuordnen sind.

Sonstige Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting, die einen positiven Marktwert aufweisen, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt abzüglich linearer Abschreibungen. Die Nutzungsdauer bei selbstgenutzten Immobilien liegt bei max. 50 Jahren; bei Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Nutzungsdauer i. d. R. zwischen 2 bis 10 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf die versicherungstechnischen Funktionsbereiche verteilt oder im übrigen Ergebnis ausgewiesen.

Veräußerungsgruppen gemäß IFRS 5
Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Gruppen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Schulden) werden nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Der Verkauf muss höchstwahrscheinlich sein. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz gesondert als Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Planmäßige Abschreibungen werden bis zum Tag der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten berücksichtigt. Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten sind erfolgswirksam zu erfassen, wobei ein späterer Anstieg zu einer Gewinnrealisierung bis zur Höhe des kumulativen Wertminderungsaufwands führt. Übersteigt der Wertminderungsbedarf für eine Veräußerungsgruppe den Buchwert der zugehörigen langfristigen Vermögenswerte, wird die Notwendigkeit einer Rückstellungsbildung im Sinne des IAS 37 „Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen“ geprüft. Detaillierte Informationen zu den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen sind dem gleichnamigen Abschnitt zu entnehmen.

Passivseite

Eigenkapital
Im Eigenkapital werden das gezeichnete Kapital, die Rücklagen (Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen) und die nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteile ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen enthalten die vom Aktionär der Talanx AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. Als Gewinnrücklagen werden die Gewinne ausgewiesen, die Konzernunternehmen und Spezialfonds seit ihrer Zugehörigkeit zum Konzern erzielt und thesauriert haben, sowie Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises. Darüber hinaus wird bei einer retrospektiven Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Anpassungsbetrag für frühere Perioden, die nicht in den Abschluss einbezogen werden, im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen und vergleichbarer Posten der frühesten dargestellten Periode erfasst. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Veränderungen der Zeitwerte von jederzeit veräußerbaren Finanzinstrumenten werden kumuliert in den nicht ergebniswirksamen Eigenkapitalanteilen berücksichtigt; die aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen resultierenden Umrechnungsdifferenzen sowie die unrealisierten Gewinne/Verluste aus der Equity-Bewertung assoziierter Unternehmen werden ebenfalls in den übrigen Rücklagen ausgewiesen. Zudem werden Zuschreibungen auf jederzeit veräußerbare nicht festverzinsliche Wertpapiere in dieser Eigenkapitalposition erfasst. Im Berichtsjahr wurden verschiedene Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges eingesetzt. Die Wertschwankungen werden in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital bilanziert.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Jahresergebnis ausgewiesen. Dem folgend werden die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital als Bestandteil des Eigenkapitals bilanziert. Es handelt sich dabei um die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen.

Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)
Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden in der Bilanz brutto ausgewiesen, also vor Abzug des Anteils, der auf die Rückversicherer entfällt; wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen der entsprechenden Aktivposten. Der Rückversicherungsanteil wird anhand der einzelnen Rückversicherungsverträge ermittelt und bilanziert.

Die Prämienüberträge entsprechen den bereits vereinnahmten Prämien, die auf künftige Risikoperioden entfallen. Diese Prämien werden für Versicherungsverträge grundsätzlich taggenau abgegrenzt (vornehmlich in der Erstversicherung); in der Rückversicherung werden teilweise Pauschalverfahren angewendet, soweit die für eine zeitanteilige Berechnung erforderlichen Abrechnungsdaten der Vorversicherer nicht verfügbar sind.

Die Deckungsrückstellung wird in der Lebensversicherung für die Verpflichtungen aus garantierten Ansprüchen der Versicherungsnehmer in der Personen-Erstversicherung bzw. der Zedenten in der Personen-Rückversicherung anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt und bilanziert. Sie errechnet sich als Differenz aus dem Barwert erwarteter künftiger Versicherungsleistungen und dem Barwert erwarteter künftiger Nettobeiträge, die vom Versicherungsnehmer einzubringen sind. In die Berechnung gehen Annahmen in Bezug auf Mortalität, Invalidität, Stornowahrscheinlichkeit und Zinsentwicklung ein. Die dabei verwendeten Rechengrundlagen umfassen eine adäquate Sicherheitsmarge, die das Änderungs-, Irrtums- und Zufallsrisiko berücksichtigt.

Die Methode stützt sich bei Lebensversicherungsverträgen ohne Überschussbeteiligung auf Annahmen gemäß bester Schätzung für Finanzanlageertrag, Lebenserwartung und Invaliditätsrisiko unter Einschluss einer Risikomarge. Diese Annahmen basieren auf Kunden- und Branchendaten. Bei Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung wird auf Annahmen zurückgegriffen, die vertraglich garantiert sind oder der Bestimmung der Überschussbeteiligung zugrunde liegen.

Für die Bewertung der Deckungsrückstellungen müssen die Lebensversicherungsprodukte gemäß FASB Accounting Standards Codification (ASC) 944–40 in die folgenden Kategorien unterteilt werden:

Bei Verträgen der Lebenserstversicherung mit „natürlicher“ Gewinnbeteiligung (vormals enthalten in FAS 120 i. V. m. SOP 95-1 [Statement of Principles]) setzt sich die Deckungsrückstellung aus den Teilrückstellungen für Versicherungsleistungen (Net Level Premium Reserve) und einer Rückstellung für Schlussüberschussanteile zusammen. Die Net Level Premium Reserve ergibt sich aus dem Barwert der künftigen Versicherungsleistungen (inklusive erworbener Boni, aber ohne Schadenregulierungsaufwendungen) abzüglich des Barwerts der zukünftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie ermittelt sich als Nettoprämie abzüglich des für die Deckung des Regulierungsaufwands vorgesehenen Prämienanteils. Die Rückstellung für Schlussüberschussanteile wird im Allgemeinen aus einem festen Anteil des im Geschäftsjahr erwirtschafteten Bruttogewinns aus dem Versicherungsbestand aufgebaut.

Für Verträge der Lebenserstversicherung ohne Gewinnbeteiligung (vormals enthalten in FAS 60) berechnet sich die Deckungsrückstellung aus dem Unterschiedsbetrag des Barwerts der künftigen Leistungen und des Barwerts der künftigen Reserveprämie. Die Reserveprämie (Net Level Premium) entspricht dem Anteil des Bruttobeitrags, der zur Finanzierung künftiger Versicherungsleistungen angesetzt wird.

Bei Verträgen der Lebenserstversicherung nach dem Universal-Life-Modell, fondsgebundenen Lebensversicherungen oder ähnlichen Lebensrückversicherungsverträgen (vormals enthalten in FAS 97) wird ein separates Konto geführt, auf dem die Prämienzahlungen abzüglich Kosten und zuzüglich Zinsen gutgeschrieben werden. Die Deckungsrückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, weisen wir gesondert im Passivposten D aus.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird für Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsfällen gebildet, die eingetreten, aber noch nicht abgewickelt sind. Sie betrifft Zahlungsverpflichtungen aus Erst- und Rückversicherungsverträgen, bei denen die Höhe der Versicherungsleistung oder die Fälligkeit der Zahlung noch unsicher ist. Insofern beruht sie auf Schätzungen, die von den tatsächlichen Zahlungen abweichen können. Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden unterteilt in Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle und in solche für am Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle.

Rückstellungen für am Bilanzstichtag gemeldete Versicherungsfälle basieren auf anerkannten versicherungsmathematischen Verfahren, anhand derer künftige Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten geschätzt werden. Sie sind nach „Best Estimate“-Grundsätzen in Höhe ihrer wahrscheinlichen Inanspruchnahme bilanziert. Zur Bemessung der „Ultimate Liability“ werden im Bereich der Schaden-Rückversicherung für alle Sparten die erwarteten Endschadenquoten mittels aktuarieller Verfahren, z. B. Chain-Ladder-Verfahren, berechnet. Dabei wird auf der Basis statistischer Dreiecke die Entwicklung eines Schadens bis zu seiner Abwicklung prognostiziert. Es wird grundsätzlich von der Annahme ausgegangen, dass sich die zukünftige Inflation der Schadenabwicklung analog dem Durchschnitt der in den Daten enthaltenen vergangenen Inflation darstellt. Die jüngeren Zeichnungsjahre aktuarieller Projektionen unterliegen einer größeren Unsicherheit, die mit vielfältigen Zusatzinformationen reduziert wird. Insbesondere für die Rückversicherung gilt, dass zwischen dem Eintritt des versicherten Schadens, seiner Meldung durch den Erstversicherer und der anteiligen Bezahlung des Schadens durch den Rückversicherer ein längerer Zeitraum liegen kann. Bilanziert wird daher der realistisch geschätzte künftige Erfüllungsbetrag („Best Estimate“), der sich grundsätzlich aus den Aufgaben der Zedenten ergibt. Erfahrungen aus der Vergangenheit und Annahmen über die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung von Marktinformationen fließen in die Wertfindung ein. Die Höhe der Rückstellungen und ihre Verteilung auf die Schadenanfalljahre werden durch Anwendung anerkannter Prognoseverfahren der Schadenversicherungsmathematik ermittelt.

Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag eingetretene, aber noch nicht gemeldete Versicherungsfälle werden grundsätzlich gleich den Rückstellungen für gemeldete Schadenfälle gebildet. Der Konzern stützt sich hier auf Erfahrungswerte, die gemäß aktuellen Trends und anderen relevanten Faktoren angepasst werden. Diese Rückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer und statistischer Modelle der erwarteten Kosten für die endgültige Abwicklung und die Verwaltung von Schäden gebildet. Die Analysen basieren auf aktuell bekannten Fakten und Umständen, Voraussagen künftiger Ereignisse, Schätzungen der künftigen Inflationsentwicklung sowie anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Faktoren. Jüngste Trends der Schadenmeldungen, Schadenausmaße und Risikozunahmen werden ebenfalls herangezogen.

Für Großschäden liegen keine ausreichenden statistischen Daten vor. In diesen Fällen werden nach Analyse des mit diesen Risiken behafteten Portfolios und ggf. nach Einzelbetrachtungen angemessene Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen entsprechen bestmöglichen Schätzungen des Konzerns.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird mit Ausnahme weniger Rückstellungen grundsätzlich nicht abgezinst.

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wird in der Lebensversicherung für Verpflichtungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer gebildet, die am Bilanzstichtag noch nicht endgültig den einzelnen Versicherungsverträgen zugeordnet sind. Sie setzt sich aus den Beträgen zusammen, die gemäß den jeweiligen nationalen gesetzlichen oder vertraglichen Regelungen den Versicherungsnehmern zugewiesen werden, und den Beträgen, die aus zeitlich begrenzten Unterschiedsbeträgen zwischen dem Konzernabschluss nach IFRS und den lokalen Jahresabschlüssen resultieren (latente RfB, Shadow-RfB) und sich in künftigen Berechnungen der Überschussbeteiligung auswirken werden.

Wir überprüfen regelmäßig alle versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen eines Angemessenheitstests nach IFRS 4. Sofern aktuelle Erfahrungen ergeben, dass künftige Einnahmen die erwarteten Ausgaben nicht decken, werden nach Auflösung der abgegrenzten Abschlusskosten die versicherungstechnischen Rückstellungen ergebniswirksam angepasst bzw. eine Drohverlustrückstellung gebildet. Bei der Deckungsrückstellung prüfen wir die Angemessenheit auf Basis aktueller Annahmen der Rechnungsgrundlagen.

Shadow Accounting
IFRS 4.30 erlaubt die Einbeziehung von nicht realisierten, jedoch bilanzierten Gewinnen und Verlusten (diese stammen überwiegend aus Zeitwertänderungen der Kapitalanlagen der Kategorie „Jederzeit veräußerbar“), die im Eigenkapital (Other Comprehensive Income, OCI) abgebildet werden, in die Bewertung versicherungstechnischer Positionen. Hiervon können folgende Positionen betroffen sein: Abgegrenzte Abschlusskosten, Present Values of Future Profits (PVFPs), Rückstellungen für Schlussgewinnanteile der Versicherungsnehmer, Rückstellungen für abzugrenzende Kosten sowie die Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die genannten Aktiv- und Passivposten bzw. deren zugehörige Amortisationsverläufe werden auf Basis von angenommenen Ertragsverläufen (Estimated Gross Margins, EGM) ermittelt. Durch eine spätere Berücksichtigung nicht realisierter Gewinne und Verluste verändern sich diese entsprechend. Die resultierenden Anpassungen werden als so genannte Shadow Adjustments der betroffenen Positionen erfasst. Analog zu den begründenden Wertentwicklungen wird der Gegenposten im Eigenkapital (OCI) abgebildet.

Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird
Bei Lebensversicherungsprodukten, bei denen die Versicherungsnehmer das Anlagerisiko selbst tragen (z. B. in der fondsgebundenen Lebensversicherung), spiegeln die Deckungsrückstellung und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen die Marktwerte der entsprechenden Kapitalanlagen wider; diese Rückstellungen werden gesondert ausgewiesen. Wir verweisen auf die Erläuterungen zum Aktivposten „Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen“.

Andere Rückstellungen
Dieser Posten beinhaltet unter anderem die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Unternehmen des Konzerns erteilen ihren Mitarbeitern in der Regel beitrags- oder leistungsorientierte Pensionszusagen. Art und Höhe der Pensionszusagen richten sich dabei nach der im Zeitpunkt der Zusage gültigen Versorgungsordnung. Sie basieren im Wesentlichen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter.

Darüber hinaus besteht seit Mitte der Neunzigerjahre in verschiedenen deutschen Gesellschaften die Möglichkeit, Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht zu erlangen. Die in den Rückstellungen für Pensionsanwartschaften enthaltenen arbeitnehmerfinanzierten Zusagen werden durch einen Versicherungsvertrag mit der HDI-Gerling Lebensversicherung AG, Köln, bzw. mit der Neue Leben Lebensversicherung AG, Hamburg, rückgedeckt. Zusätzlich besteht für die Mitarbeiter des Konzerns die Möglichkeit, durch Mitgliedschaft in Pensionskassen im Wege der Entgeltumwandlung zusätzliche Altersversorgung aufzubauen. Die Leistungen werden für ihre Mitglieder und deren Hinterbliebene garantiert und umfassen die klassische Rentenversicherung auf Basis eines Bonussystems sowie die fondsorientierte Hybridrentenversicherung. Neben den Versorgungsordnungen bestehen insbesondere für leitende Angestellte und Vorstandsmitglieder Einzelzusagen sowie Zusagen nach der Leistungsordnung des Bochumer Verbandes. Des Weiteren bestehen bei einigen Konzerngesellschaften pensionsähnliche Zusagen in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit.

Bei beitragsorientierten Pensionszusagen leisten die Unternehmen einen festen Beitrag an einen Versicherer oder Pensionsfonds. Die Verpflichtung des Unternehmens ist mit Zahlung des Beitrags endgültig abgegolten. Bei leistungsorientierten Pensionszusagen wird dem Mitarbeiter vom Unternehmen oder von einem Pensionsfonds eine bestimmte Pensionszusage erteilt. Die zur Finanzierung zu zahlenden Beiträge des Unternehmens sind nicht von vornherein festgelegt.

Stehen den Pensionsverpflichtungen Vermögenswerte einer rechtlich eigenständigen Einheit gegenüber (z. B. eines Fonds), die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionsversprechen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind, sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt gemäß IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Es werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Anwartschaften und laufenden Renten bewertet, sondern auch deren zukünftige Entwicklung wird berücksichtigt. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsverpflichtungen abgezinst werden, orientiert sich an den Zinssätzen, die für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen entsprechend der Währung und der Duration der Pensionsverpflichtungen gelten.

Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Beträge fällig sind.

Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste aus den Pensionsverpflichtungen und dem Planvermögen ergeben sich durch Abweichungen des geschätzten Risikoverlaufs vom tatsächlichen Risikoverlauf (Unregelmäßigkeiten im Risikoverlauf, Auswirkungen von Änderungen der Berechnungsparameter und unerwartete Gewinne oder Verluste des Planvermögens). Der Konzern wendet für die Erfassung seiner versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste das in IAS 19 festgelegte Korridorverfahren an. Beim Korridorverfahren wird ein Teil der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste ergebniswirksam erfasst, sofern die zu Beginn des Geschäftsjahres bislang nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den höheren der folgenden Beträge übersteigen: 10 % des Barwerts der erdienten Pensionsansprüche oder 10 % des Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens. Der Betrag außerhalb des Korridors geht, dividiert durch die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der Begünstigten, als Ertrag oder Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung ein.

Sonstige Rückstellungen werden nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Eine Abzinsung der Rückstellungen erfolgt, wenn die Wirkung des Zinseffektes wesentlich ist. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Rückstellungen in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Verbindlichkeiten und nachrangige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich der nachrangigen Verbindlichkeiten, soweit es sich nicht um Depotverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Derivaten handelt, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Nachrangige Verbindlichkeiten sind finanzielle Verpflichtungen, die im Liquidations- oder Konkursfall erst nach den Forderungen anderer Gläubiger erfüllt werden. Depotverbindlichkeiten werden zum Nennwert, Verbindlichkeiten aus Derivaten zum beizulegenden Zeitwert angesetzt (zu den im Konzern angewandten Bewertungsmodellen zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte siehe Abschnitt „Kapitalanlagen einschließlich Erträge und Aufwendungen“). Ferner werden unter den Übrigen Verbindlichkeiten Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting eingesetzt werden, erfasst; weitere Informationen hierzu sind in der Angabe 12 „Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting“ erläutert.

Passive Steuerabgrenzung
Passive latente Steuern müssen nach IAS 12 „Ertragsteuern“ dann bilanziert werden, wenn ein Aktivposten in der Konzernbilanz höher oder ein Passivposten niedriger anzusetzen ist als in der Steuerbilanz des betreffenden Konzernunternehmens und dies als temporäre Differenz in der Zukunft zu Steuermehrbelastungen führt; wir verweisen auf die Erläuterungen zur aktiven Steuerabgrenzung.