Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen von Schätzungen in der Berichtsperiode

Der Konzern hat die Ermittlungslogik für die Zeitwertermittlung von Derivaten im Zusammenhang mit „Modified coinsurance“-/„Coinsurance funds withheld“-Verträgen verfeinert. Dabei handelt es sich um die Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung, die im Berichtsjahr ohne Anpassung der Vergleichsangaben für Vorjahre durchgeführt worden ist. Im Rahmen der Bilanzierung von ModCo-Rückversicherungsverträgen, bei denen Wertpapierdepots von den Zedenten gehalten und Zahlungen auf Basis des Ertrags bestimmter Wertpapiere des Zedenten geleistet werden, sind die Zinsrisikoelemente klar und eng mit den unterliegenden Rückversicherungsvereinbarungen verknüpft. Folglich resultieren eingebettete Derivate ausschließlich aus dem Kreditrisiko des zugrunde gelegten Wertpapierportefeuilles. Wir ermitteln die Marktwerte der in die ModCo-Verträge eingebetteten Derivate unter Verwendung der zum Bewertungsstichtag verfügbaren Marktinformationen auf Basis einer Credit-Spread-Methode. Durch die Verfeinerung der Ermittlungslogik für diese Derivate werden die Risiken aus den genannten Verträgen marktnäher bestimmt. Das Derivat (Bilanzposition „Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente“, Unterposition „Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente“) hat zum Bilanzstichtag einen Zeitwert in Höhe von 45 Mio. EUR (31. Dezember 2009: 32 Mio. EUR). Unter Beibehaltung der bis zum ersten Quartal 2010 verwendeten Parameter zur Ermittlung des Zeitwerts hätte sich ein Wert von 27 Mio. EUR ergeben. Die Auswirkung, die diese Verfeinerung der Ermittlungslogik auf den Wert des Derivates in zukünftigen Berichtsperioden hat, wäre nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand ermittelbar.